Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Wie wappnen wir uns für extremes Wetter? Gespräch mit dem Klima-Experten Prof. Matthias Garschagen von der Ludwig-Maximilians-Universität München Von Iska Schreglmann Hitzerekorde und Trockenheit, Überschwemmungen und Hagelstürme - das wird uns in den kommenden Jahren wohl noch öfter beschäftigen. In den Augen von Klimaforschern wie dem Geographieprofessor Matthias Garschagen von der Ludwig-Maximilians-Universität in München zeigen sich in den extremen Wetterphänomenen bereits die negativen Folgen der Erderwärmung. Was bedeutet das für unseren Alltag und vor allem für das Leben in der Stadt, wo sich die Häuserfassaden im Sommer besonders stark aufheizen? Was muss im Hinblick auf künftige Bauprojekte beachtet werden und wie können die Innenstädte so begrünt werden, dass sich ein abkühlender Effekt zeigt? Durch welche konkreten Maßnahmen können wir uns vor drohenden Sturmschäden schützen? Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Vor der Parlamentswahl ist die Bevölkerung verbittert und wütend, das Regime lässt Proteste brutal niederschlagen. Gestaltung: Karin Senz / Marion Sendker Am Anfang des heurigen Jahres ist der Streit zwischen Teheran und Washington eskaliert, nachdem die USA den iranischen General Soleimani getötet hatten. Danach folgten innerhalb kurzer Zeit Vergeltungsschläge und der - irrtümliche - Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine durch den Iran, wütende Proteste der Bevölkerung waren die Folge. Schon im November hatte es gegen höhere Benzinpreise Demonstrationen gegeben. Hunderte Menschen starben, als Sicherheitskräfte dagegen vorgingen. Nun ist die Stimmung im Land von großer Hoffnungslosigkeit geprägt, bei den Menschen herrschen Trauer, Wut, Hass und tiefe Verunsicherung. Vor diesem Hintergrund finden am 21. Februar Parlamentswahlen statt.

Donnerstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Neumann - 2 x klingeln. Aschermittwoch Von Joachim Witte Die "Lindenstraße" der DDR Vater: Herbert Köfer Jan, Sohn: Mario Müller Frau Scholz: Hilde Kneip Herr Scholz: Walter Lendrich Herr Sommerlatte: Wilhelm Gröhl Sabine Sommerlatte: Heidi Weigelt Heli: Lothar Dimke Katrin: Gisela Büttner Frau Albrecht: Ingeborg Krabbe Regie: Joachim Gürtner Aufnahme des Rundfunks der DDR Anschließend: WDR 3 Foyer

Donnerstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Die unsichtbare Macht von Think Tanks Von Sabrina Adlbrecht Meinungsbildende Institute oder Expertengruppen, so genannte "Think Tanks", sind für Politik und Wirtschaft von großer Bedeutung. Weltweit sind derzeit etwa 7.800 solcher privaten oder öffentlich finanzierten "Denkfabriken" gelistet. Auch wenn es die deutsche Bezeichnung nahelegt, geht es bei diesen Einrichtungen nicht nur darum, Wissen herzustellen, sondern dieses vor allem für die jeweiligen Zielgruppen aufzubereiten. Auch wenn es keine allgemein anerkannte Definition von Think Tank gibt und der Begriff sehr unterschiedliche Institutionen umfasst, verfolgt doch jede davon eine bestimmte Agenda und versucht, mittels Forschungsarbeiten, Studien und Positionspapieren auf politische Gestaltungsprozesse einzuwirken. Etwa drei Viertel dieser Institutionen, die sich mit militärischen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen und Strategien befassen, sind nach den 1970er/80er Jahren entstanden und werden oft mit der so genannten "neoliberalen Wende" in Zusammenhang gebracht. Während in der Vergangenheit politikrelevante Forschung und Analyse das Hauptbetätigungsfeld von Denkfabriken waren, widmeten sich die nachfolgenden Institute vermehrt der interessen- und wertgeleiteten Politikempfehlung und deren Umsetzung. Nach welchen Kriterien lassen sich Think Tanks unterscheiden? Wie arbeiten und argumentieren diese? Und beeinflussen sie Politik und öffentliche Meinung tatsächlich so stark wie oft angenommen?

Donnerstag 19:30 Uhr rbb Kultur

THE VOICE

mit Ortrun Schütz Gitte Hænning - 1968 machte die dänische Schlager-Sängerin in Köln ihre ersten Jazz-Aufnahmen mit der Kenny Clarke-Francy Boland Big Band

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Der flache Alleskönner Zukunftswerkstoff Graphen Von Frank Kaspar und Jennifer Rieger Die Sensation klebte an einem Stück Tesafilm. Graphen ist ein Stoff, der nur eine einzige Atomlage dick ist und wahre Wunder verspricht. Doch nach anfänglicher Euphorie wurde es still um die Entdeckung. Biegsame Bildschirme, superschnelle Computerchips und ein Fahrstuhl ins Weltall: Die Erwartungen schießen in die Höhe, als im Jahr 2004 die Entdeckung des Werkstoffs Graphen bekannt gegeben wird. Nur eine Atomlage dünn, extrem leitfähig, härter als Stahl, durchsichtig und flexibel gilt Graphen sofort als wahrer Wunderstoff. Der Nobelpreis für Physik lässt nicht lange auf sich warten. Vor zehn Jahren nehmen ihn Andre Geim und Konstantin Novoselov entgegen. Die EU nimmt fast eine Milliarde Euro in die Hand, um die Erforschung von Graphen zu fördern - die größte Summe, die jemals für einen einzelnen Stoff veranschlagt wurde. Zunächst folgt große Ernüchterung: Praktische Anwendungen lassen auf sich warten. Doch inzwischen rücken andere zweidimensionale Materialien nach, die Sensoren empfindlicher, Solarzellen effizienter und Schaltkreise auf jede Unterlage druckbar machen sollen. Bringen sie den großen Durchbruch? Oder war der Traum vom flachen Alleskönner nur eine teure Illusion?

Donnerstag 21:04 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

mit Peter Rixen Made in France Klassiker & Neuheiten vom westlichen Nachbarn. Die französische Weltmusikszene überrascht immer wieder durch ihre große Vielfalt - von der großen Akkordeon-Tradition über interkulturelle Brass Bands bis hin zum Manouche-Swing und Chanson.

Donnerstag 21:05 Uhr Bayern 2

radioTexte am Donnerstag

Gattenmord ist ein mühseliges Geschäft. In ihrem Fall aber unumgänglich, findet Jacqueline. Mexikanische Groteske über viele Versuche, viel Misserfolg und den Fluch der scheiternden bösen Tat. Aufnahme mit Monica Bleibtreu Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp Jacqueline Cascorro ist eine ziemlich jämmerliche Hauptfigur. Und sie trifft auf lauter Idioten. Mordpläne sind damit quasi zwangsläufig - und wenn es schiefgeht, war alles anders gemeint. Mit viel schwarzem Humor erzählt der Mexikaner Sergio Pitol (1933 - 2018) in dieser Groteske von einer möglicherweise durchaus verbreiteten Sichtweise aufs Leben. Eigentlich, schreibt Antonio Tabucchi im Nachwort, gehe es um "...unsere Unfähigkeit, die effektive Realität eines Ereignisses zu erkennen". Das Ergebnis sei komisch und tragisch. Jacqueline jedenfalls erkennt im Laufe der Jahrzehnte ihres Ehelebens in wiederkehrender Erleuchtung, dass ihr Recht auf Glück nicht angemessen verwirklicht ist. Sie zieht also Konsequenzen: Mithilfe ihrer Liebhaber soll der Gatte Nicolás aus dem Leben befördert werden. Dabei wird es blutig, meistens für sie selbst, und es geht regelmäßig schief - siehe oben. "Alte Frauen sind immer tragisch", hat die Schauspielerin Monica Bleibtreu einmal gesagt, die viele alte Frauen gespielt hat und in dieser Aufnahme zu hören ist (Jacqueline aber ist gar nicht alt, als die Erzählung beginnt). Sergio Pitol gilt als einer der originellsten Erzähler Lateinamerikas. Er war Diplomat, Literaturprofessor, Schriftsteller und Übersetzer. 2005 wurde er mit dem Cervantes-Preis ausgezeichnet, der höchsten literarischen Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Petra Strien übersetzte "Eheleben" aus dem mexikanischen Spanisch (Wagenbach). Die Regie führte Ralf Ebel. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp. Bayern 2, radioTexte am Donnerstag, die klassische Lesung - auch als BR Podcast "Lesungen".

Donnerstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

When weather was wildlife Hörspiel von Werner Cee Mit: Neville Tranter, Freddie Wadling, Adrian, Becky und Rachel Unthank, Stian Westerhuis, Hans Hollinger u. a. Komposition und Regie: Werner Cee (Produktion: SWR 2020) Alle reden vom Wetter; vom Klima reden zurzeit alle - es ist Zeit, diesen Diskurs künstlerisch zu führen. Seit Menschengedenken existiert der Wunsch, ins Wettergeschehen auf der Erde einzugreifen. An die Stelle ritueller oder religiöser Wetterbeschwörungen ist heute die Beeinflussung der Atmosphäre durch Chemie und Physik getreten. Wetter verliert seinen "Wildlife"-Charakter. Diese Soundstück nutzt Originaltöne einer Ätna-Beschwörung, Wettersounds, Texte zum Geo-Engineering und zum Ausbruch des Laki-Vulkans 1783/84.

Donnerstag 23:03 Uhr Ö1

Zeit-Ton

Tomer Damsky im Zeit-Ton-Porträt Das künstlerische Schaffen von Tomer Damsky ist vielseitig und reicht von Komposition über Performance- und Klangkunst bis hin zu experimenteller Club Musik. Vokalkunst, Improvisation, Bewegung, bildende Kunst, Klangskulptur - all diese verschiedenen Elemente verbindet Damsky in ihren oftmals multimedialen Werken auf immer wieder überraschende Art und Weise zu einem neuen Ganzen, stets auf der Suche nach dem leicht Schrägen, den subtilen Merkwürdigkeiten. Die Künstlerin ist in ihrer Heimatstadt Jerusalem aber auch eine wichtige Multiplikatorin, als Gründungsmitglied des Studio Straus ebenso wie in zahlreichen weiteren Kollektiven, wie etwa als Kuratorin des Mazkeka oder als Gestalterin von Radio Raash-Hour. Gestaltung: Susanna Niedermayr

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Goethe to go Eine Sprech-Landschaft Realisation und Regie: Antje Vowinckel Mit: Dagmar Kraus-Cavaillès, Jiang Wu, Marie Goyette, Mazen Kerbaj, Rafael Jové, Cia Rinne, Axel Dörner, Mat Pogo, Chico Mello, Inga Ziska Ton und Technik: Hermann Leppich und Thomas Schütt Produktion: Deutschlandfunk Kultur / HR 2018 Länge: 49"57 "Über allen Gipfeln / Ist Ruh"..." Auf den Spuren von "Wandrers Nachtlied" folgen Musiker- und Lyriker*innen dem Goethewanderweg in Ilmenau. "Ueber allen Gipfeln/Ist Ruh" ..." - das schrieb Johann Wolfgang von Goethe 1780 an die Holzwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn bei Ilmenau. ,Wandrers Nachtlied" ist seitdem zum Inbegriff deutscher Lyrik geworden, übersetzt in rund 60 Sprachen. Nun hat die Radiokünstlerin Antje Vowinckel zehn internationale Musiker und Lyrikerinnen auf Goethes Spuren geschickt. Mit Mikrofon und Aufnahmegerät schritten sie den Goethewanderweg in Ilmenau ab und hatten dabei zwei Aufgaben zu erfüllen: Sie sollten permanent ihre Beobachtungen aussprechen, und sie sollten Goethes Gedicht aus einer ihnen bekannten Sprache zurück ins Deutsche übersetzen. ,Goethe to go" ist Teil von Antje Vowinckels Werkreihe rund um das automatische Sprechen. Antje Vowinckel, geboren 1964 in Hagen, lebt als Klangkünstlerin, Hörspielmacherin, Regisseurin und Musikperformerin in Berlin. Zahlreiche Preise, darunter Plopp-Award, Prix Europa und Karl-Sczuka-Förderpreis sowie Stipendien in den USA, Italien und Frankreich. Einige Stücke: "Daily Soap" (SWR 2000, Prix Europa), "Call me yesterday" (Autorenproduktion 2005), "Atelier 1511" (SWR 2013), "Galapagos-Kreuzblende" (SWR 2017). Goethe to go

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